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schrieb am 20. August 2026 um 19.11 Uhr
Marcus war ein wirklich ungewöhnlich freundlicher, fröhlicher und nahbarer Dozent, der sich gern Zeit für viele interessante Gespräche nahm und oft wertvollen Rat über das Studium hinaus gab. Gern wollten wir uns noch für den so schönen Abend nach Vorlesungsende und die wirklich großzügige Einladung revanchieren und hofften auf eine baldige Rückkehr... die Physik kann nicht erklären, was nach diesem Leben geschieht, doch bin ich sicher, da ist noch was. Möge es ihm wohl ergehen.
Mein Beileid gilt allen Freunden und Hinterbliebenen.
Claudia Knipfer
schrieb am 23. Juli 2026 um 10.14 Uhr
Lieber Marcus,
du wirst uns sehr fehlen! Mögen Engel dich begleiten auf deinen ewigen Weg! Wo auch immer du jetzt bist , ich hoffe es ist voll, es ist laut und es wird spät. Hoffentlich hast du einen Platz gefunden, an dem der Tisch lange ist, kennen wirst du ja eh schon jeden!
Mach’s gut!
Claudia
Marco Knipfer
schrieb am 23. Juli 2026 um 10.01 Uhr
Für manche war er Marcus, für andere hieß er nur Smiley. Der Name kam nicht von ungefähr.
Dass ich Physik studieren will, wusste ich schon vorher. Dass es Frankfurt wurde, lag an ihm, und bereut habe ich das keinen Tag.
Er war der netteste Mensch, den ich kenne. Einer der wenigen, die einen im Studium daran erinnert haben, dass man neben studieren auch leben muss.
Als ich einem Freund von deinem Tod erzählte, meinte er: “Er hat mich ja nur mal kurz im Anfängerpraktikum gesehen, aber konnte sich nach Jahren immer noch an meinen Namen erinnern”. Das beschreibt sehr gut, wie sozial du warst und worauf dein Fokus war!
Du hast immer alles für andere gegeben und dir selbst nur selten etwas geben lassen.
Danke, Marcus.
Bebo (AG Plasmaphysik)
schrieb am 16. Juli 2026 um 16.48 Uhr
Lieber Marcus,
ich bin voller Trauer und Schmerz ob deines verfrühten Abschieds. Mit Dir geht Dein freundliches, stets gut gelauntes und offenes Wesen für uns alle und die Plasmaphysik in Frankfurt im Besonderen verloren.
Du hast mich von meinem 2. Semester bis zu meiner Promotion stets begleitet, warst ein verlässlicher Ratgeber und fachkundiger Mentor für mich. Auch Deine einmalige Fähigkeit, Studierende für die Physik zu interessieren, sie zu begleiten und auch abseits der Physik für regen Austausch und gesellige Runden zu sorgen, hat mich und viele andere geprägt und begleitet.
Wo auch immer Du jetzt bist, ich möchte Dir ein zu tiefst empfundenes Dankeschön aussprechen für all die Situationen, die Du geprägt, gestaltet und ermöglicht hast. Ich bin sehr dankbar darüber, dass wir einen Teil unserer Lebenswege zusammen beschritten haben.
Deinen Angehörigen und allen Menschen, die an Deinem Leben teilhaben konnten, wünsche ich viel Stärke und Kraft, um diese anstrengende Zeit zu durchleben. Ich werde Dich immer für Deine positive Art in Erinnerung halten.
Mach's gut lieber Marcus
Dirk Rischke
schrieb am 15. Juli 2026 um 10.11 Uhr
Marcus und ich waren über 20 Jahre befreundet. Er war der liebenswürdigste und hilfsbereiteste Mensch, dem ich jemals begegnet bin. Er war immer da, wenn man Hilfe benötigte, ganz gleich um welches Anliegen es sich handelte. Er hatte stets ein geduldiges und offenes Ohr, wenn man seinen Rat suchte.
Mein guter Freund, viel zu früh bist Du von uns gegangen und ich bin in tiefer Trauer, dass ich Dein freundliches Lächeln nicht mehr sehen werde. Aber ich bin getröstet im Gedanken, dass Du nun von Deinen Leiden erlöst und in eine bessere Welt eingetreten bist. Gott möge Dir da, wo Du jetzt bist, Deine Güte und Herzenswärme reichlichst vergelten. Ich werde Dich nie vergessen.
Deinen Angehörigen spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus und wünsche Ihnen die Kraft, diesen schmerzlichen Verlust zu überwinden.
Tobin (AG Plasmaphysik)
schrieb am 14. Juli 2026 um 11.03 Uhr
Mit Marcus verlieren wir weit mehr als einen geschätzten Kollegen. Wir verlieren einen Menschen, der die Arbeitsgruppe Plasmaphysik über Jahrzehnte geprägt hat wie kaum ein anderer – fachlich, menschlich und mit einer Herzlichkeit, die unvergessen bleiben wird.
Für viele von uns war Marcus der erste Kontakt mit der Arbeitsgruppe. Bereits im Anfängerpraktikum oder in seinen Vorlesungen verstand er es, Studierende mit seiner Begeisterung für die Physik anzustecken. Mit seiner offenen, motivierenden und stets freundlichen Art holte er Menschen dort ab, wo sie standen, weckte Neugier und gab ihnen das Gefühl, willkommen zu sein. So führte er über die Jahre unzählige Studierende in unsere Arbeitsgruppe und begeisterte sie für die Plasmaphysik.
Die Nachwuchsförderung war für Marcus weit mehr als eine Aufgabe – sie war eine Herzensangelegenheit. Mit unermüdlichem Engagement warb er für unser Fach und unsere Arbeitsgruppe. Dabei ging es ihm nie nur um wissenschaftliche Exzellenz, sondern immer auch um die Menschen.
Wie kaum ein anderer verstand Marcus es, Gemeinschaft zu schaffen. Seine Grillfeste, die er über Jahrzehnte hinweg organisierte, waren legendär. Eingeladen war nicht nur die Arbeitsgruppe, sondern das gesamte Institut – und am liebsten gleich der ganze Fachbereich Physik. Niemand wurde ausgeschlossen, jeder war willkommen. Dort brachte Marcus junge und erfahrene Semester, Studierende, Mitarbeitende und Gäste miteinander ins Gespräch. Er schuf Begegnungen, aus denen Freundschaften, Zusammenarbeit und ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstanden.
Marcus besaß die außergewöhnliche Gabe, Menschen zu erreichen und für Physik zu begeistern. Seine Herzlichkeit kannte keine Grenzen – weder fachliche noch geografische. Dass ihn auch in Südkorea viele Menschen liebten, schätzten und jederzeit willkommen hießen, überrascht deshalb kaum. Über Länder und Kulturen hinweg knüpfte er Freundschaften und hinterließ bleibende Spuren.
Für Marcus spielten Nationalität, Herkunft, Hautfarbe oder Sprache keine Rolle. Er begegnete jedem Menschen mit derselben Offenheit, demselben Respekt und derselben Wärme. Sein stets freundliches Wesen, sein unermüdliches Lächeln und seine aufrichtige Anteilnahme erreichten jeden – und viele direkt im Herzen.
Marcus hat unsere Arbeitsgruppe, unser Institut und unser Leben bereichert. Sein Engagement, seine Begeisterung für die Physik und vor allem seine Menschlichkeit werden uns fehlen. Was bleibt, sind unzählige Erinnerungen an gemeinsame Gespräche, Vorlesungen, Grillabende und an einen Menschen, der Generationen von Studierenden und Kolleginnen und Kollegen zusammengeführt hat.
Ohne Marcus wäre ich wohl nie in die Hochspannungsphysik gegangen, nie zu einem Austausch in Südkorea gewesen und hätte wohl nie meine Promotion begonnen. Ich bin ihm von Herzen dankbar wie sehr er sich für mich engagiert hat.
Ich werde Marcus mein Leben lang im Herzen behalten.